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Samenbomben Bedeutung

Nendo Dango ist Japanisch und bedeutet Samenkugeln.
Es basiert auf einer sehr einfachen Technik.
Die Saat, das Korn, wird hauptsächlich mit mehreren schichten Lehm und Erde bedeckt.
So ist das Saatgut vor Fressfeinden und Frost geschützt, wenn es ausgebracht wird.
Gleichzeitig hat das Korn alles dabei was es zum Start braucht. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, während der Anfangsphase, genügend Nährstoffe zu bekommen um prächtig zu gedeihen.
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Autonomes Saatgut

Das Saatgut entscheidet selbst, aufgrund von Parametern wie Feuchtigkeit und Temperatur, ob die richtige Zeit gekommen ist um aufzugehen und zu gedeihen.

Geht einmal ein Korn auf, platzt die Kugel allmählich auf und alle anderen Samen lösen sich daraus. Sie fangen an zu wachsen bzw. werden es ab jetzt versuchen, wenn die Bedingungen stimmen. Generell haben alle Pflanzen verschiedene Keimzyklen, daher werden nicht alle auf einmal aufgehen, manche brauchen länger, manche kürzer.

Herkunft des Seedballs

Wann diese Technik das erste Mal genutzt wurde ist nicht bekannt. Vielleicht, seitdem wir Menschen Blumen und Nahrungsmittel eigenständig und bewusst anbauen?

Im letzten Jahrhundert hat sich der Japaner Masanobu Fukuoka für diese Methode stark gemacht und gilt als Erfinder dieser Technik.
Die Ausbreitung der Idee findet auf der ganzen Welt statt.

Es ist ein Symbol für Nachhaltigkeit, Ökologie, Natur und ein gesundes Miteinander.
Auf der ganzen Welt, auch in stark urbanisierten Gegenden, findet es viele Nachahmer. Da in solchen Gebieten eine dringende Nachfrage und eine starke Sehnsucht nach grünen Räumen herrscht, sind Seedballs eine praktische und einfache Lösung.

Permakultur

Der Begriff ist kein Geheimnis mehr. Es nimmt einen immer größeren Platz in unserer Gesellschaft ein. Dabei geht es nicht nur um Flora und Fauna. Das Prinzip der Permakultur lässt sich auf so gut wie alle Bereiche implementieren. Ob Zahnarztpraxis, ob Restaurants, Schulen, Einkaufshäuser – überall wo das Leben stattfindet, findet auch bewusst oder unbewusst Permakultur statt.

Natürlich auch im Garten.

Seedballs sind für einen Anwender der Permakultur ein fester Bestandteil.

Unsere Ordnung dient eventuell uns aber dient diese Ordnung auch den Pflanzen und Insekten in unserer Umgebung?


Wilde Gärten mögen auf den ersten Blick unordentlich erscheinen und daher werden diese von viele Gärtnern gemieden.

Ein wilder Permakultur Garten ist jedoch sehr resilient und bietet sehr vielen Pflanzen und Insekten einen besonders stabilen Lebensraum.

Da dieser Raum sich ständig abstimmt, entwickelt sich ein stabiler Wachstums Mechanismus.

Vielfalt und bunte Farben ziehen viele verschiedene Insekten an und so entsteht ein Kreislauf, der eine Win-Win Situation für Flora und Fauna darstellt.

Masanobu Fukuoka

Masanobu Fukuoka

Einer der bekanntesten Permakultur-Professoren verbrachte viele Jahrzehnte damit, eine Technik zu entwickeln, die ihm helfen sollte, mit wenig Aufwand viel Ernte zu bekommen. Er sah nicht ein, warum er sich um Hunderte von Bäumen kümmern sollte, da theoretisch alle Lebewesen so gut wie autonom sind – auch Pflanzen.

Früher arbeiteten die Menschen hauptsächlich auf dem Land, ca. 75% der Bevölkerung, über 15 Stunden am Tag waren keine Seltenheit.

Unter dem Prinzip : “Der faule Gärtner” erarbeitete Masanobu Fukuoka Konzepte die dazu dienen sollen, Intelligent und mit relativ wenig Zeitaufwand, Grünflächen (Äcker,Gärten, etc.) so zu bewirtschaften, dass das Gleichgewicht und der Ertrag stabil sind.

Das Beobachten und Erkennen von Zusammenhängen gehört zu den wichtigsten methodischen Ansätzen von Fukuoka. So wird verstanden, wo – was – warum etwas dort wächst wo es wächst, warum bestimmte Insekten dazu kommen.

Menschen aus der ganzen Welt kamen um von ihm zu lernen. Er revolutionierte die Anbaumethoden und brachte die Sinnlich-/ und Sinnhaftigkeit im Umgang mit dem Boden, Flora und Fauna in die ganze Welt.